Der kleine Schritt

Das MHD: Fakten und Mythen rund um das Mindesthaltbarkeitsdatum

Wenn es um Lebensmittelverschwendung geht, begegnet uns immer wieder der Begriff des ›Mindesthaltbarkeitsdatums‹, kurz MHD. Auch wenn bereits der Begriff deutlich sagt, dass es sich nicht um ein Verbrauchsdatum handelt, haben viele Verbraucherinnen und Verbraucher das noch immer nicht verinnerlicht.

Her mit dem regionalen Gemüse – Lebensmittel im CO₂-Vergleich

Eine taufrische Studie des Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) zeigt in Zahlen, wie unsere Lebensmittel klimabillanziell wirksam sind. Dabei kamen einige interessante Überraschungen zutage, die wir in unserem Konsumverhalten berücksichtigen sollten.
Mülltrennung

Bitte trennen!

Um die Sinnhaftigkeit von Mülltrennung ranken viele Mythen und Falschinformation – Fakt ist: Ohne Mülltrennung kein Recycling. Wer also mit der Aussage: »Das wird ja eh alles verbrannt…« alles unsortiert in den Restmüll wirft, hat sich für die schlechteste aller Varianten entschieden. Deshalb: Mülltrennung ist wichtig und richtig praktiziert hilft sie Ressourcen zu schonen.

Alte Brötchen – neue Ressourcen!

Lebensmittelverschwendung ist noch immer ein erhebliches Problem in unserer Gesellschaft. Wie bei vielen Themen der Nachhaltigkeit hilft aber auch hier der Blick in die Zeit unserer Großeltern und Urgroßeltern – denn Not machte schon immer erfinderisch. Wenn immer man alte Brötchen oder Weißbrot übrig hat – z.B. nach Feiern und Grillabenden – unsere Vorfahren haben zahlreiche Möglichkeiten gefunden, alte Brötchen weiter als Lebensmittel zu nutzen.

Nachhaltigkeit in Zeiten der Krise

Minimale soziale Kontakte – das bedeutet vor allem Einschränkungen. Das trifft die regionale Wirtschaft hart, denn Kneipen, Galerien, Theater, lokale Händler und Handwerker haben oft nicht die Reserven, um Wochen oder gar Monate auf Einnahmen zu verzichten. Zugleich steckt in jeder Krise auch eine Chance – denn wir müssen nun schnell lernen, auf Unnötiges zu verzichten und unsere Lebensgewohnheiten anpassen. Das kann auch der Nachhaltigkeit zugute kommen.
Auch ein Elektro-Auto rechtfertigt kein verkehrswidriges Verhalten wie das Parken auf dem Gehweg.

Der Rebound-Effekt – wenn Nachhaltigkeit nachteilig wirkt

Die menschliche Psychologie ist voller spannender Phänomene. Erfolgreiches Handeln wird beispielsweise durch Glücksgefühle belohnt. Dieser Belohnungseffekt hat aber seine Tücken – denn im Überschwang der Gefühle neigt der Mensch dazu, seinen eigenen Erfolg gleich wieder zunichte zu machen.

Ich bin dann mal (nicht) weg.

Die Deutschen sind ein Reisevolk. Bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten reiste man höchstens einmal im Jahr und weitestgehend im Land. Mit dem einsetzenden Wirtschaftswunder reisten dann immer mehr Deutsche in immer weiter entfernte Gegenden in den Urlaub. Mit zunehmend entfernteren Zielen und sinkenden Preisen wird das Fliegen immer populärer.

Den Motor nicht warm laufen lassen

Immer wenn es morgens so richtig kalt ist, kann man vor den Türen der Eigenheimbesitzer ein eigenwilliges Ritual beobachten – eine ungeeignet gekleidete Person huscht vom Haus zum Auto, setzt sich kurz hinein, startet den Motor und huscht wieder ins Haus. Minuten später kommen die Mitfahrenden dann fertig gekleidet und setzen sich in den Wagen, um loszufahren – ergibt das ›Warmlaufenlassen‹ Sinn?

Der Trend – Feind der Nachhaltigkeit?

Gleich auf ihrem Debutalbum rechnen ›Wir sind Helden‹ im Titel ›Heldenzeit‹ mit den Absurditäten der Leistungs- und Konsumgesellschaft ab. »Immer in die Traufe laufen — weiter kaufen« schreit Judith Holofernes darin unter anderem wütend ins Mikrofon. Die Frage ist nur – warum konsumieren wir so oft ohne Sinn und Verstand? Eine der wesentlichen Strategien für Konsumwachstum ist ›der Trend‹. Es wird Zeit für mehr Unabhängigkeit, sagt Daniel Schmidt.

Seife

Duschgel, Badezusatz, Shampoo, Spülung, Spülmittel, Bodenreiniger, Flüssigseife… Diese und viele anderen Kosmetikartikel und Haushaltschemie haben eines gemeinsam – die Unmengen an Kunststoff, die sie umgeben oder gar in ihnen enthalten sind. Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit bieten sie einen guten Ansatzpunkt, die Umwelt und den eigenen Geldbeutel zu entlasten.

Platz! – Autos & Stadt

Immer wieder das Auto – hat unsere Gesellschaft einen Sündenbock gefunden, an dem sich aller Umweltschutzfrust abladen kann? Mitnichten. PKWs mögen technische Meisterwerke, faszinierende, begehrenswerte Objekte und leider oft schwer ersetzlich sein – nur eine kluge Lösung sind sie eben häufig auch nicht, besonders nicht in der Stadt.

Silvester ohne Böller

An Silvester erwacht bei vielen Deutschen das Kind im Manne. Der deutsche Mann – oder seltener auch einmal eine Frau – kommt dann, bepackt mit Tüten und Paletten voller Porytechnik aus den diversen Sonderverkaufsbereichen nach Hause und sehnt nichts mehr herbei wie den Moment, wo auf den Straßen legal kriegsähnliche Zustände herbeigeführt werden dürfen. Aber des einen Freud ist des anderen Leid.

Unser Freud – der Tiere Leid

Traditionell landen an den Weihnachtsfeiertagen und über den Jahreswechsel unzählige Tiere in unseren Töpfen und Pfannen. Mit Nachhaltigkeit und Tierwohl ist unser hoher Fleischkonsum leider schwer vereinbar. Trotzdem ist Fleischverzicht für viele Menschen weiterhin schwer vorstellbar. Diese Ausgabe widmet sich der Frage: »Wie umgehen mit der Fleischeslust?«.

Weihnachtsgeschenke klug verpacken

Der heilige Abend ist zu Ende und alle sitzen glücklich beschenkt um den Baum. Neben dem Geschenkeberg ist an diesem Abend aber meist noch ein zweiter Berg entstanden: der Verpackungsmüllberg. Nicht nur der Online-Handel, auch das zusätzliche Verpacken aller Geschenke lässt in der Weihnachtszeit Müll- und Recyclingtonnen überquellen. Wer ein wenig mitdenkt und kreativ zu Werke geht, kann Müll vermeiden, Geld sparen und die Umwelt schonen.