Sinnlos suchen kostet Strom

Suchen mit den branchenführenden Suchmaschinen ist praktisch und rasend schnell. Aber diese Bequemlichkeit hat Folgen – sie kostet Unmengen an Strom. Zwanzig Suchanfragen brauchen in etwa so viel Strom, wie eine LED-Leuchte in einer Stunde. Oft ist eine Suchanfrage gar nicht nötig und mti ein paar einfachen Kniffen wird die Suche effizienter und zielgerichteter.

 

Auf direktem Weg zum Ziel

Die Kombination aus Such- und Adressleiste bei modernen Browsern hat nicht nur Vorteile – viele Webseitenaufrufe laufen zuerst über die Suchmaschine. Das kostet nicht nur Energie und Zeit, sondern offenbart auch die Interessen des Suchenden gegenüber der Suchmaschine.

  • Daher: Am besten die vollständige Webadresse eintippen, statt das Auto-Complete zu nutzen und eine Suche auszulösen.

Spezifisch suchen

  • Wenn eine Suche nur auf einer bestimmten Seite vorgesehen ist, dann sollte nicht über die Suchmaschine, sondern die Suchfunktion der Seite gesucht werden.
  • Suchen auf den großen Suchmaschinen lassen sich eingrenzen, auch das spart Ressourcen3
    • mit einem ‚–‘ können Suchbegriffe ausgeschlossen werden
    • mit einem ‚filetype:‘ können nur bestimmte Dateitypen gesucht werden
    • mit Anführungszeichen kann nach zusammenhängenden Begriffen gesucht werden, z.B. „Deutsche Oper“
    • mit ’site:‘ wird nur auf einer bestimmten Webseite gesucht, z.B. ’site:radiolotte.de‘

Bookmarks helfen

Statt dessen sollte mensch sich wieder an ein altes Tool des Webbrowsen erinnern – und wieder mehr Bookmarks nutzen. Bookmarks werden nämlich beim automatischen Vervollständigen der meisten Browser als erstes heran gezogen. Daher lohnt es sich auch Seiten zu bookmarken, ohne die Bookmarkliste permanent zu synchronisieren.

Wichtige Seiten wie Wikipedia, RadioLotte, die Stadtverwaltung, die Bücherei oder der Lieblingspizzabote sollten da ohnehin stehen.

Bookmarks synchronisieren zw. Geräten

  • Bookmark-Manager
  • Firefox oder Chrome syncen über Firefox Sync bzw. Google Konten
  • Browser untereinander syncen mit floccus

Es muss nicht immer Google sein

Alternative Suchmaschinen sollte mensch ruhig einmal testen, denn Suchmaschinen brauchen nicht nur viel Strom, sondern sind auch Datenkraken.

  • Ecosia4 – der Name ist Programm
  • auch Duck Duck Go erklärt, klimanegativ zu operieren5

Quellen

  1. SWR über den Stromverbrauch der Digitalisierung
  2. Googlen kostet pro Sekunde 23 Bäume
  3. Google erweiterte Suchhilfe
  4. Ecosia – Surfen für den Klimaschutz
  5. Duck Duck go schont die Umwelt